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Stricktipp - Verschränkte Maschen

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Dekorative Variation und technische Notwendigkeit
Maschen rechts oder links verschränkt zu stricken, ist oft nur eine dekorative Variation des Üblichen. So können Bündchen, Struktur- und Ajourmuster durch ein einfaches Mittel überraschende Akzente setzen. Die rechten Maschen treten deutlicher hervor, die Muster wirken plastischer.
Bei notwendigen Zunahmen auf Grund der Schnittführung (Ärmelzunahme, Taillierung, usw.) oder des Grundmusters (schräg verlaufende Rapporte, usw.) sind verschränkte Maschen eine Methode, möglichst unauffällig zu arbeiten. Aus dem Querfaden verschränkt zugenommene Maschen hinterlassen kein Loch, und Maschen, die durch einen Umschlag zugenommen und dann verschränkt gestrickt wurden, verkleinern das Loch, das üblicherweise durch einen Umschlag entsteht. Auf diese Weise haben Sie ein einfaches Mittel zur Hand, mit dem Sie das Ergebnis wirkungsvoll beeinflussen können.

Und so geht's
Wenn Sie eine Masche verschränkt stricken, dreht sich die Masche der Vorreihe um die eigene Achse nach links.

Rechts verschränkt: Stechen Sie in das hintere Maschenglied von rechts nach links ein und stricken Sie die Masche rechts ab. Links verschränkt: Stechen Sie in das hintere Maschenglied von links nach rechts ein und stricken Sie die Masche links ab.

In unserem Beispiel wurden rechte und linke Maschen in den Hin- und Rückreihen verschränkt gestrickt.

Noch ein Tipp
Verschränkte Maschen erzielen auch in der Fläche ein interessantes Ergebnis. Sie erhalten eine belebte, aber regelmäßige Struktur.

In unserem Beispiel wurden in den Hinreihen rechte Maschen verschränkt gestrickt, in den Rückreihen linke Maschen normal gestrickt.