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Gleichmäßiges Maschenbild
Die meisten Strickstücke sollten vor dem Zusammennähen gespannt werden. Dadurch wird das
Maschenbild gleichmäßiger, eingerollte Ränder werden glatter und Muster, die sich stark
zusammenziehen (wie zum Beispiel Rippen), dehnen sich etwas und erhalten dadurch eine
schönere Struktur.
Und so gehts
Vernähen Sie vor dem Spannen alle Fäden, die sich unvermeidbar (zum Beispiel durch
Farbwechsel) innerhalb des Strickstücks befinden. Alle übrigen Fadenenden gehören an
die Seitenränder (Beginn und Ende eines Knäuels, Knoten und ähnliches) und sollten nach
dem Zusammennähen der Teile in die Nähte vernäht werden. Stecken Sie nun alle
Strickteile nach den Maßen des Schnitts auf einer ebenen Unterlage fest. Eine geeignete
Methode ist, zuvor den Schnitt 1:1 auf Papier zu zeichnen, dieses auf den Teppichboden zu
legen und dann mit Stecknadeln durch die Randmaschen des Strickstücks und durch den
Papierschnitt entlang der Markierung in den Teppichboden zu stechen. Die Stecknadeln
sollten in geringem Abstand und möglichst flach gesteckt werden. Da die Bündchen
elastisch bleiben sollen, werden sie nicht gespannt. Nun müssen alle Strickteile leicht
angefeuchtet werden. Das kann durch den Dampf eines schonenden Dampfbügeleisens geschehen
(nur dampfen, nicht berühren!), durch das Besprühen mit einem Pflanzenzerstäuber oder
durch das Auflegen feuchter Tücher. Wenn Sie sich für die feuchten Tücher entscheiden,
drücken Sie diese mit den Händen leicht an und lassen alles ein paar Stunden oder über
Nacht trocknen. Nachdem die Teile gründlich getrocknet sind, entfernen Sie die Nadeln und
fahren Sie mit der Fertigstellung Ihres Strickstücks fort.
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
Beschweren Sie die gespannten Teile auf keinen Fall mit schweren Gegenständen. Ansonsten
würden die Muster platt gedrückt und ihre Struktur verlieren. Das gilt auch für glatt
rechts Gestricktes. Langhaarige Flauschgarne kommen nur dann richtig zur Geltung, wenn sie
ihre optische Leichtigkeit nicht verlieren. Deshalb spannen Sie hier nur dann, wenn es das
Muster unbedingt erfordert, und gehen Sie dabei sehr behutsam vor. Auf die feuchten
Tücher sollte hier verzichtet werden.
Dämpfen
Heute ist das Dämpfen im Grunde nicht mehr zeitgemäß. Tun Sie es also nur, wenn es die
Strickanleitung ausdrücklich vorsieht. Stellen Sie zuvor sicher, dass das verwendete Garn
dazu geeignet ist. Nur Baumwolle oder reine Wolle können Sie vorsichtig überdämpfen.
Legen Sie zum Dämpfen ein feuchtes Tuch auf das Strickteil. Setzten Sie das Bügeleisen
immer nur ganz leicht und kurz auf, und heben Sie es an die nächste Stelle. Bewegen Sie
es nicht auf dem Strickteil hin und her, denn dabei würden sich die Maschen verziehen.
Aber Achtung: Die meisten Garne vertragen das Dämpfen nicht gut. Es besteht die Gefahr,
dass die Strickteile lappig werden.
Noch ein Tipp
Wenn Sie nach dem Schließen der Schulternaht und dem Annähen der Ärmel diese Nähte auf
eine ebene Fläche legen, leicht anfeuchten, mit den Fingern in Form drücken und so
trocknen lassen, wird das fertige Strickstück noch perfekter.
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