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Perfekte Nähte
Nur saubere, fast unsichtbare Nähte vollenden Ihr Strickstück perfekt! Für das Annähen
gerader Ärmel ist der Matratzenstich die beste Methode. Verwenden Sie zum Zusammennähen
eine dicke Sticknadel ohne Spitze, um beim Einstechen das Garn nicht zu spalten. Wenn
möglich, sollten Sie die Teile mit dem Originalgarn zusammennähen, mit dem Sie gestrickt
haben. Docht- und Noppengarne oder auch zu dicke Garne können Sie durch dünnere, glatte,
farblich passende Wolle oder Baumwolle (je nach Strickstück) ersetzten. Nähgarn ist
trotz seines Namens für diese Art von Nähten nicht geeignet, weil es nicht elastisch
ist.
Und so geht's
Der Matratzenstich wird grundsätzlich von der Außenseite her ausgeführt. Schließen Sie
zunächst die Schulternaht im Maschenstich, und
markieren Sie die Mitte des Ärmels mit einer Sicherheitsnadel oder einem kontrastfarbenem
Faden. Alle übrigen Nähte werden erst später geschlossen. Legen Sie die Strickteile mit
der rechten Seite nach oben so nebeneinander, dass die Schulternaht der Ärmelmitte genau
gegenüber liegt. Beginnen Sie nun die Naht an der Schulternaht, und verbinden Sie den
Querfaden zwischen der Randmasche und der letzten Masche vor der Schulternaht mit der
mittleren Masche des Ärmels bei einer ungeraden Maschenzahl, bzw. mit den beiden
mittleren Maschenhälften bei einer geraden Maschenzahl. Dann fassen Sie den Querfaden
zwischen der Randmasche und der ersten Masche hinter der Schulternaht auf und ziehen den
Faden fest an. Die Mitte des Ärmels trifft nun exakt auf die Schulternaht. Lassen Sie die
eine Hälfte des Nähfadens dort ruhen und schließen Sie die Naht mit der anderen
Hälfte.
Das weitere Vorgehen hängt wesentlich von der Maschenprobe
ab. In unserem Beispiel beträgt die Maschenprobe 16 Maschen und 24 Reihen. Dies ist ein
Verhältnis von 2 Maschen zu 3 Reihen. Um eine glatte Naht zu erhalten, in der weder die
eine noch die andere Seite zu sehr gespannt ist, müssen Sie also 2 Maschen auf 3 Reihen
verteilen.
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| 1. Verbinden Sie den Querfaden von Vorder- bzw.
Rückenteil mit der ersten Hälfte einer Masche des Ärmels unterhalb des Abkettrandes. |
2. Verbinden Sie den folgenden Querfaden mit der
zweiten Hälfte der Masche des Ärmels. |
3. Verbinden Sie nun den folgenden Querfaden mit
der folgenden ganzen Masche des Ärmels. |
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Diese Arbeitsschritte immer
wiederholen und nach jeweils ca. 2 bis 3 cm Naht den Faden fest anziehen. Das Ergebnis ist
eine saubere und elastische Naht. |
Wenn Sie an der Ärmelecke angelangt sind, drehen Sie die
Arbeit um 180 Grad und schließen die zweite Hälfte der Naht entsprechend.
Variationen
Gibt Ihre Maschenprobe ein anderes Verhältnis von Maschen zu Reihen vor, verändert sich
auch der Rhythmus der Naht. Ein weiteres häufiges Verhältnis sind 3 Maschen zu 4 Reihen
(z.B. bei einer Maschenprobe von 21 Maschen und 28 Reihen). Hier verbinden Sie immer einen
Querfaden abwechselnd mit einer halben und einer ganzen Masche. Einer ganzen Masche
entsprechen dabei zwei Hälften zweier benachbarter Maschen, entscheidend ist die Anzahl
der Maschenhälften.
Auf diese Weise können Sie auch problemlos unterschiedliche Grundmuster oder Garnstärken
zusammen nähen. Vergleichen Sie immer die Maschenzahl des Ärmels und die Reihenzahl des
Vorder- und Rückenteils, die Sie für 10 cm benötigen, ermitteln Sie das ungefähre
Verhältnis der beiden zueinander, und legen Sie den Rhythmus fest. Es lässt sich für
jedes Verhältnis ein Rhythmus finden. Eine Kombination der beiden vorgestellten
Möglichkeiten (2mal 1 halbe M, 1 ganze M, 1 halbe M, 1 ganze M, immer wiederholen)
entspricht einem Verhältnis von 7 Maschen zu 10 Reihen.
Ein wenig Kopfarbeit vorab kommt der Perfektion der Naht zu Gute. Aber übertreiben Sie es
nicht, ein kleines Maß an Improvisation ist immer erlaubt!
Noch ein Tipp
Damit die Naht ganz flach wird, empfiehlt es sich, die Schulter- und Ärmelnaht noch
einmal kurz zu spannen und
anzufeuchten.
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